Gute Coder sind Ästheten und Denker!

Ein guter Programmierer denkt, bevor er handelt; viele schlecht überlegte Entscheidungen sind schwer rückgängig zu machen. Aus dem Grund überlegen wir, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wird, welche Funktion auf welchem Weg am sinnvollsten umzusetzen ist. Das bedeutet nicht nur, alle benötigten Klassen, Objekte und Funktionen zu ersinnen, sondern auch, alle daraus resultierenden Probleme im Vorfeld zu erkennen. "Wie fange ich Exceptions sauber ab?", "Was sind meine definierten Inputs und meine definierten Outputs?" und "Wie muss die Struktur sein, damit sie optimal testbar ist?" sind Fragen, die ein erfahrener Entwickler im Vorfeld durchdacht haben muss. Ein guter Coder hat zudem immer den Leitsatz "Don't repeat yourself!" im Blick und befolgt ihn stets.

Die Herausforderung: Vernetztes Denken

Prinzipiell gilt zudem, nicht nur auf vorhandenes Wissen zurückzugreifen, sondern dieses beständig auszubauen. Der Grundstock muss dabei nicht nur im Kopf, sondern im Handeln fest verankert sein: "Was bedeuten Schnittstellen (Interfaces) und Abstraktion für mein Tun?", "Wo sind die Muster und welche wiederholen sich in meinem zu entwicklenden Projekt? Welche Klassen, Funktionen und Module bieten sich an beziehungsweise sind zwingend notwendig?", "Wie definiere ich Schnittstellen derart effektiv, dass sie Ihrer tragenden Eigenschaft innerhalb der Software gerecht werden können?" "Wie verbinde ich die Software mit ihrer Umgebung, die einzelnen Schichten der Software und die einzelnen Module miteinander?" Gute Coder sind Ästheten und Denker, sie denken, um zu programieren und programmieren, um zu denken!